Dörfer von Pappe

Sorry, ich kann einfach nicht anders, meine bissige Seite ist mal wieder durchgebrochen. Der eine oder andere wird mit dem Begriff „Potemkinsche Dörfer“ etwas anfangen können. Die Krim wurde 1783 schon einmal von Russland (Katharina der Großen) besetzt. Damals sollte einer ihrer Geliebten, der Staatsmann Grigori Potjomkin das Gebiet besiedeln. 1787 wollte sie dann mal dort persönlich nach dem Rechten sehen. Der Legende nach ließ Potjomkin entlang der Reiseroute künstliche Dörfer errichten – bemalte Kulissen mit fröhlichen Bauern, Vieh und festlicher Dekoration. Sobald der Hofstaat weitergezogen war, seien dieselben Kulissen flussabwärts erneut aufgebaut worden, um Wohlstand und Zufriedenheit vorzutäuschen.

Das ist wohl nur eine Erzählung, deren Wahrheitsgehalt einer ernsthaften Überprüfung wohl nicht ganz standhalten wird, sie passt aber doch schön in die heutige Zeit des Tarnen und Täuschens und hat mich zu diesem Lied verleitet! Ähnlichkeiten mit einer Bauruine in Hamburg in Verbindung mit einem Ex-Bürgermeister sowie einem Ex-Kanzler sind rein zufällig, ich schwör!